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Fakten und Fragen zum Grazer Mumienbuch

Fakten

Grazer Mumienbuch Faktensheet Deutsch MS 1946 (PDF)

Wichtige Fragen

Seit wann hat die Universität Graz diesen Papyrus?

Das Objekt befindet sich seit dem Jahr 1909 im Besitz der Universität Graz. Es wurde bei einer Grabung in der ägyptischen Nekropole von Hibeh (heute El Hiba) südlich von Fayum (El-Fayoum) entdeckt und gehört zu einer Sammlung von Papyri, von denen ein kleiner Teil an die Universität Graz übergeben wurde.

Wie ist die Universität in Besitz des Objektes gekommen?

Die Ausgrabungen der Forscher Bernard Pyne Grenfell und Arthur Surridge Hunt, die sich primär für antike Papyri interessierten, wurde zum Teil mit Mitteln aus Graz finanziert. Als Gegenleistung für diese Unterstützung wurden 52 Papyrusfragmente nach Graz geschickt und an die Sondersammlungen der Universitätsbibliothek übergeben.

Wofür wurde der Papyrus verwendet?

Laut Identifikation von Grenfell und Hunt war das Fragment eine Rechnung für Bier- und Ölsteuern in griechischer Sprache und wurde später als Teil einer Kartonage (Mumienhülle) wiederverwendet.

Was macht das Stück so interessant?

Entscheidend ist, dass es sich hierbei um das Fragment eines Papyrus in Form eines Codex handelt und keineswegs um eine Rolle, denn das Blatt war bereits von Beginn an gefaltet, bevor es beschrieben wurde. Das Dokument wurde dann in einer bisher unbekannten Technik verschlossen, indem es weiter gefaltet und jede Ecke mit einem Fadenstück gesichert wurde. Einstichlöcher und Fadenreste sind davon erhalten. In seiner Form als Doppelblatt ist das Grazer Mumienbuch der erste materielle Hinweis auf die frühe Entwicklung der Codexform. Somit stellt es die bisherige Annahme infrage, dass die Buchform erst mit der Verbreitung des Christentums entstanden ist.

Welche Merkmale verraten, dass das ein Buch gewesen sein könnte?

Der zentrale Falz und das Textlayout weisen darauf hin, dass das Dokument von Beginn an als ein Doppelblatt ausgelegt war.

Der Text ist von klar definierten Rändern begrenzt; er beginnt auf der linken Seite und wird auf der rechten fortgesetzt.

Die zwei Einstichlöcher links und rechts neben dem Falz deuten auf die Möglichkeit hin, dass mehrere Blätter aneinander befestigt waren – wie es scheint als Vorläufer des gebundenen Buchs.

Auf dem recto befinden sich Tintenabklatsche von links nach rechts und umgekehrt. Diese suggerieren, dass das Doppelblatt zusammengefaltet wurde, als die Tinte noch vom Schreiben feucht war.

Welche Technik wurde wohl zum Binden des Buchs verwendet?

Es ist bisher nicht geklärt, ob das Grazer Mumienbuch über eine Heftung verfügte, die mit einem modernen Buch vergleichbar ist. Es gibt aber eine Spur, die eine solche Möglichkeit zulässt: das Löcherpaar neben dem Falz, das als „X“ und „Y“ bezeichnet wird. Zwei Theorien wurden aufgestellt, um das Vorhandensein dieser Löcher in ihrer Position zu erklären. A) Das Doppelblatt wurde zur vorübergehenden Aufbewahrung auf einem Stab oder einem Haken aufgespießt (so, wie man es auch heute von Rechnungen an der Bar in Lokalen kennt). B) Die Löcher stammen von einer Art Heftung, in der ein Stapel Dokumente am Rand durchgestochen wurde, um diese mit einem Faden zusammenzuhalten (ähnlich wie bei einem modernen Aktenordner). Spuren für solche sogenannten Blockheftungen sind auch bei einigen der frühesten erhaltenen Codices vorhanden.

Warum ist das jetzt eine Sensation?

Bisher ist man davon ausgegangen, dass die Buchform erst zusammen mit dem Christentum entstanden ist. Die frühesten bisher bekannten Codices sind auf 50-250 n. Chr. datiert. Einige Beispiele sind De Bellis Macedonicis und Demostenes, De falsa legatione. Das Grazer Mumienbuch ist 300 bis 400 Jahre älter als diese Beispiele und somit der erste materielle Hinweis darauf, dass die Entwicklung der Codexform bereits in der vorchristlichen Zeit begonnen hat.

Wie kam es jetzt zu der Entdeckung? Warum wurde das Objekt untersucht?

Bei Routinearbeiten an den Papyrus-Fragmenten der Sondersammlungen an der Universitätsbibliothek Graz entdeckte die Restauratorin Dr. Theresa Zammit Lupi im Mai 2023 bisher übersehene Hinweise, die darauf hindeuten, dass es sich bei Fragment Graz, UBG Ms I 1946 um ein Doppelblatt, und somit einen Vorläufer des Codex, handelt.

Welche Folgen hat die Entdeckung für die Geschichtsschreibung?

Bisher waren die ältesten bekannten Codices auf 50-250 n. Chr. datiert. Das auf 260 v. Chr. datierte Grazer Mumienbuch suggeriert, dass die Codexform bereits wesentlich früher entwickelt wurde. Es wird nun vermehrt zu Forschungen in diesem Bereich kommen.

Welche weitere Forschung ist nun geplant?

Am 12. - 13. Februar 2024 fand ein Expert:innentreffen zum Grazer Mumienbuch statt. Die Teilnehmenden, Fachleute in den Bereichen antike Geschichte, Buchgeschichte/-restaurierung und Papyrusforschung/-restaurierung und analytischer Chemie, begutachteten das Papyrusfragment mithilfe eines digitalen Mikroskops. Aus Diskussionen zu unterschiedlichen Interpretationsmöglichkeiten ergab sich eine allgemeine Zustimmung, dass das Fragment für die frühe Buchgeschichte von Bedeutung ist. Die Ergebnisse des Treffens wurden 2025 in Textual Cultures (Vol. 18 No. 1)  veröffentlicht. 

 

Im August 2024 wurde das Fragment im Centre for the Study of Manuscript Cultures der Universität Hamburg mit modernsten nicht-invasiven Technologien materialwissenschaftlich untersucht. Unter anderem wurden Röntgenfluoreszenz- und Multispektralanalysen angewandt, um Material wie Tinten und Pigmente zu identifizieren, während Löcher, Fadenreste und Fasern unter einem 3D Mikroskop analysiert wurden. Die Ergebnisse der Untersuchungen wurden im Juni 2025 mit dem Grazer Team besprochen und werden derzeit für eine geplante Veröffentlichung verarbeitet. 

Was steht eigentlich auf den beiden Textseiten?

Der griechische Text auf dem Recto enthält laut Grenfell und Hunt eine Liste von Rechnungen für Bier und Öl. Auf dem Verso ist kein Text erkennbar.

Warum wird das Objekt auf 260 v. Chr. datiert?

Die Datierung erfolgte aufgrund der Fundsituation der Mumie, der Paläographie sowie der Ikonographie der Mumie. Das verwendete Material, Farben und Stil des Dekors sowie der Schreibstil des Textes passen in die frühe ptolemäische Zeit (305-30 v. Chr.).

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